Kann man CBD insbesondere CBD Creme selber herstellen

Cremes, Salben, Lotionen und Öle mit dem Wirkstoff CBD sind nicht nur schmerzlindernd und entzündungshemmend, sie können auch bei vielen unterschiedlichen Erkrankungen der Haut wie beispielsweise Schuppenflechte, Akne und Neurodermitis, zur Linderung oder sogar Genesung beitragen. Angewendet werden kann CBD-Öl aber auch wenn es zu einem Insektenstich oder einer Verbrennung gekommen ist, und zwar idealerweise in Form einer kühlenden CBD Salbe. Sämtliche genannte Darreichungsformen, wie Salbe, Creme, Lotion oder Öl können natürlich ganz einfach im hiesigen Handel oder online im Internet erworben werden. Aber es besteht auch die Möglichkeit, jene Produkte selber zu Hause herzustellen, gerade was Cremes mit CBD betrifft. Beachtet werden sollte dabei auf jeden Fall, dass es z.B. einen großen Unterschied zwischen Salbe und Creme gibt. Beide Hautpflegeprodukte sind vollkommen verschieden, genauso wie auch eine Lotion und Öl.

Die Herstellung feiner Cremes mit CBD

Im Prinzip erfolgt die Herstellung einer Creme mit CBD in der gleichen Art und Weise wie auch normale Cremes selber gemacht werden. Der wichtigste Unterschied stellt natürlich die Zugabe vom Cannabidiol dar. Um das CBD von der Cannabispflanze lösen zu können, bedarf es eines schonenden und effektiven sogenannten Verfahrens.

Step by Step – so gelingt die Herstellung einer Salbe mit Cannabinoid

Der wichtigste Grundstoff für die Herstellung einer eigenen Cannabinoid-Salbe ist natürlich das Cannabidiol. Die Gewinnung von CBD kann auf verschiedensten Wegen erfolgen und jede Methode differenziert sich im Aufwand, in den Kosten und der Methodik. Die derzeit im Handel zu erwerbenden CBD Produkte werden in den meisten Fällen mittels eines der folgenden Verfahren produziert.

Die Extraktion des Wirkstoffs mit Lösungsmitteln auf alkoholischer Basis

CBD kann vor allem in Lösungen auf Basis von Alkohol sehr leicht gelöst werden, also sollte sich dieser Tatsache bedient werden, um eine Trennung von den anderen Stoffen zu erreichen. Innerhalb dieses Vorgangs, werden jene Teile der Cannabispflanze genommen, die CBD-haltig sind, was in diesem Falle die Blüten der Pflanze sind. Die Pflanzenteile kommen in die alkoholische Lösung und müssen so lange da drin bleiben, bis diese komplett durchtränkt mit der Flüssigkeit sind und sich das CBD herausgelöst hat. Ist dieser Vorgang beendet, muss das vollständige Gemisch so erhitzt werden, dass sämtlicher Alkohol verkocht bzw. verdampft und am Ende nur noch die CBD Kristalle vorhanden sind.

Aufgrund von modernsten Methoden und zahlreichen neuen Erkenntnissen, stellt diese Variante die wohl vergleichsweise unkomplizierteste dar und dennoch in Verbindung mit einem äußerst qualitativ hochwertigem Ergebnis.

Das Extrahieren von CBD mittels Öl

Ebenfalls sehr gut löslich ist Cannabidiol auch in Fett oder besser gesagt Öl. Daher kommt es manchmal dazu, dass gerade bei der Produktion von CBD Öl, welches es eine deutlich geringere Dosierung aufweisen soll, mit Öl extrahiert. Das Verfahren an sich ist in etwa gleich mit dem oben genannten, allerdings nicht so sehr betroffen von Verunreinigungen. Wenn das Produkt aus CBD eine weitaus höhere Konzentration haben soll, ist diese Methode weniger passend, nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass das Endprodukt keine sehr lange Haltbarkeit hat.

1. Rezept zur Herstellung einer eigenen CBD-Creme

Nachfolgendes Rezept führ sehr schnell zur gewünschten Creme. Der pH-Wert liegt hier zwischen vier bis sechs und ist ideal für die Haut, da die natürliche Hautsäureschicht gestärkt wird. Zusätzlich gibt es weitere Inhaltsstoffe die sehr von Nutzen sind.

Die Zutaten:

  • 30 ml destilliertes Wasser
  • 15 ml Pflanzenöl
  • 3 Gramm Emulsan
  • 2 Gramm CBD-Öl
  • 1-2 Gramm Kakaobutter/Sheabutter/Bienenwachs

Als Pflanzenöl eignen sich besonders gut Argan-, Distel- oder Traubenkernöl. Menschen mit einer trockenen Haut tun gut daran, wenn sie auf Kokos-, Avocado- oder Mandelöl zurückgreifen.

Die Arbeitsutensilien:

  • ein Topf
  • zwei hitzebeständige Schalen
  • Thermometer
  • Pürierstab
  • Behälter aus Glas für das erzeugte Öl

Vor Beginn der Herstellung sollten die Hände intensiv gereinigt und im Anschluss noch desinfiziert werden. Gleiches gilt für die Utensilien als auch für die Arbeitsfläche. Schließlich sollen nach Möglichkeiten keine Keime oder Bakterien in die Creme gelangen.

Wie es gelingt, Teil Eins:

In dem Topf müssen 250 ml Wasser erhitzt werden und dann eine hitzebeständige Schale in den Topf hängen, also ein Wasserbad. In einer Schüssel werden dann die Kakaobutter, Sheabutter und der Bienenwachs geschmolzen. Im nächsten Schritt erfolgt die Zugabe des Pflanzenöls, Emulsan und des CBD-Öls, nach eigenem Ermessen. Alles muss nun geschmolzen werden und dann im Anschluss vom Herd runter genommen werden, um das Gemisch auf 40 Grad Celsius abkühlen zu lassen. Mit dem Thermometer muss die Temperatur exakt bestimmt werden.

Teil Zwei:

Das destillierte Wasser muss in einer zweiten Schale auf 40 Grad Celsius erwärmt werden und zwar auch wieder mittels Wasserbad. Haben beide Schalen bzw. deren Inhalt die genannte Temperatur erreicht, muss die Schale mit dem destiliertem Wasser der Schale mit in das Gemisch der ersten Schale. Es ist bei diesem Schritt ganz wichtig, dass die Temperatur richtig ist, ansonsten können sich beide Komponenten nicht entsprechend miteinander vermischen. Direkt im Anschluss ist die Mischung dann mit dem Pürierstab zu einer cremigen Masse zu pürieren. Die Creme muss dann mittels eines Löffels in die Glasschale gefüllt werden. Selbstverständlich kann das Grundrezept mit unterschiedlichsten Extrakten, Ölen, Wirkstoffen nach den eigenen Vorlieben angepasst werden. Super eignen sich hier Komponenten wie Grüner Tee, Walnussöl oder Aloe Vera.

2. Rezept zur Herstellung einer CBD-Salbe

Diese Salbe aus CBD ist genauso schnell hergestellt, wie die Creme im oben genannten 1. Rezept mit dem Unterschied einer längeren Zeit zum Abkühlen. In dieser Salbe werden einige wertvolle Komponenten verarbeitet. Die Salbe eignet sich beispielsweise optimal bei Schmerzen in Gelenken und Muskeln in Verbindung mit einer tiefreichenden Entspannung.

Die Zutaten:

  • 1 Kilogramm Fett oder Vaseline
  • 50 Gramm Hanftee
  • 50 ml CBD-Öl
  • 2 Chilischoten
  • 20 Gramm Blüten einer Ringelblume

Auf dem Markt ist eine zahllose Auswahl an unterschiedliche CBD Ölen verfügbar und das in den unterschiedlichsten Konzentrationen. Hier muss jeder selber austesten, welches CBD Öl individuell am besten wirkt.

Die Arbeitsutensilien:

  • ein Topf
  • ein Behälter aus Glas für die erzeugte Salbe
  • ein Tuch oder Sieb

Wie es gelingt, Teil Eins:

Das Fett oder das Vaselin muss in dem Topf bei einer Temperatur von ca. 80 Grad Celsius geschmolzen werden. Dann werden die Blüten der Ringelblume, die Chilischoten und der Hanftee hinzu gegeben, was zum Ziehen dann für rund zwei Stunden weggestellt werden muss. Nach Ablauf der zwei Stunden ist die Basis für die CBD-Salbe hergestellt und muss für eine Woche an einen kühlen und dunklen Ort verbracht werden.

Teil Zwei:

Nach einer Woche muss die Basis der Salbe noch einmal bei einer Temperatur von 80 Grad Celsius erhitzt werden und wieder sind zwei Stunden zum Ziehen notwendig. Sind auch diese zwei Stunden verstrichen, muss die Salbe dann sogar für einen ganzen Monat zurück an kühlen und dunklen Ort.

Teil Drei:

Nach einem Monat muss die Salbe dann zum letzten Mal nochmals geschmolzen werden jedoch ohne sie zu erhitzen. Dann kann das CBD Öl hinzugefügt werden. Das komplette Salbe muss dann durch das Tuch oder das Sieb gegossen werden, wobei sämtliche Kräuterteile zu entfernen sind. Die Salbe ist nun fertig und kann in das Glasgefäß abgefüllt werden. Wenn das Produkt eine grünlich-gelbe Farbe hat, ist alles richtig gelaufen. Auch bei der Salbe kann individuell mit den Inhaltsstoffen herumprobiert werden, da dieses Grundrezept ebenfalls zur Anpassung geeignet ist.

Wie die Salbe und Creme aus CBD optimal aufbewahrt wird

Sowohl die selber hergestellte Creme als auch die Salbe sind im Kühlschrank am besten aufgehoben. Natürlich enthalten die hausgemachten CBD-Produkte keinerlei Zusatzstoffe was bedingt, dass diese nur begrenzt haltbar sind, und zwar zwischen sechs und zwölf Wochen. Möglichkeiten gäbe es auch zum Einfrieren der Salbe oder die Anreicherung mit Teebaumöl, denn dieses ist ein Konservierungsstoff auf natürlicher Basis. Allerdings mit einem äußerst starkem Geruch.